Workshop: Bilder zuschneiden und verkleinern mit Irfanview (1)

Als Webmaster hat man es schwer. Jeder hat super Fotos gemacht, aber keiner kriegt sie auf die Homepage. Dabei könnten es ja eigentlich alle. Also kommt man mit einem USB-Stick, einer selbstgebrannten CD oder anderen Datenträgern mit den Originalbildern auf den Platz, hofft, dass der Fluchleiter da ist und überträgt die Daten "offline". Mach mal, du weißt ja, wie das geht. 

Klar weiß ich das. Aber dieses elitäre Wissen wird jetzt mit Euch geteilt!

Moderne Digitalkameras mit weißichwieviel Megapixel Auflösung machen schöne Fotos. Leider sind diese Fotos für das Web nur bedingt zu gebrauchen: Durch die hohe Auflösung des Bildes könnte man es in aller Regel noch auf einer Größe von 30x40 cm ausdrucken, ohne dass irgendwelche Qualitätseinbußen zu erkennen wären. Die riesige Anzahl von Bildpunkten macht's möglich. Das Blöde dabei ist nur, dass das Fensterchen, durch das wir ins Internet gucken, wesentlich kleinere Abmaße hat. Würden wir ein solches Bild also 1:1 ins Web stellen, würden wir einfach nur die linke obere Ecke sehen und müssten langsam im Bild herumscrollen und es mühselig "erkunden". Das Bild wäre also von seinen Abmessungen her viel zu groß.

Auch ein weiterer Faktor spielt eine wichtige Rolle: So ein Bild mit 5 Megapxel benötigt für jedes Pixel 24 Bit an Information, die irgendwo abgespeichert werden muss. Macht zusammen etwa 15 Megabyte dan Daten, die, selbst wenn man Kompressionsverfahren anwendet, immer noch eine stolze Dateigröße von etwa 2...3 MB ergeben. Will man diese Datenmenge übers Internet übertragen, dann braucht man dafür schon eine gewisse Zeit. Jemandem auf diese Weise ein einzelnes oder auch einmalig einige wenige Bilder zu schicken, ist ja noch OK. Wenn dann allerdings im Web surft und minutenlang darauf warten soll, dass irgendwelche sinnlosen riesigen Bilddateien geladen sind, bevor man die Seite sehen kann, dann wird's nervig.

Und drittens ist es meistens der Fall, dass der Fotograf viel zu weit vom Motiv weg war. Das Bild muss also zugeschnitten werden, so dass das Motiv in die Bildmitte rückt und größer herausgestellt wird. Dazu braucht man ein Grafikprogramm, welches alles das kann. Windows hat im Lieferumfang aber nichts brauchbares dabei. Hey, oder glaubt etwa jemand, dass "Paint" brauchbar wäre?  Guter Rat ist also teuer. Nö, ist er nicht. Er ist sogar kostenlos.

Zunächst mal besorgt Ihr Euch das Programm "Irfanview". Ihr habt alle Internet (sonst würdet Ihr das hier nicht lesen können), also schmeißt mal Google an, ladet Euch dieses Programm herunter und installiert es. Keine Angst, kostet nix und tut auch nicht weh. Sehr oft ist Irfanview auch als Beigabe auf den DVDs von Computerzeitschriften enthalten. DVD rein, unter "System Essentials" nachschauen. So ein Programm gehört zur Grundausstattung eines Computers wie die Klimaanlage zum Auto. Man merkt erst, wenn es nicht da ist, was man an ihm hat.


Nachn dem Öffnen

 

 

 

 

 

 

 

So, macht schonmal die Finger locker und wischt Euch den kalten Schweiß von der Stirn, jetzt wird es ernst: Die erste Regel beim Bilder bearbeiten lautet "Arbeite niemals mit dem Original!". Also stellen wir uns immer erst einmal eine Arbeitskopie unseres Bildes her: Karte rein in den Kartenleser, Bild auf die Festplatte kopieren und Karte wieder in die Kamera zurück.

Öffnet Eure Datei mit Datei - Öffnen. Stellt den Zoomfaktor so ein, dass das Bild komplett in das Fenster passt. Ihr könnt dazu entweder auf die Lupensymbole klicken oder aber die "Strg"-Taste festhalten und mit dem Mausrädchen den Zoom verstellen. Probiert es aus, es ist gefahrlos. Es wird nichts am Bild verändert, sondern lediglich die Größe der Ansicht. Der Bildschirm sollte jetzt etwa so aussehen, wie hier dargestellt.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Als nächtes zieht Ihr mit der Maus einen Rahmen um den Ausschnitt, der Euer Motiv darstellt, wie Ihr es im Bild erkennen könnt:


Wählt "Bearbeiten - Freistellen", damit das Bild auf den Markierungsrahmen zugeschnitten wird.

Freistellen


Wenn das Motiv "passt", muss man nur noch die Bildgröße ändern:


 

Größe

 

 

 

In dem folgenden Dialog stellt die Breite des Bildes bitte auf 1024 Pixel ein. Die Höhe wird automatisch errechnet. Bei Bildern im Hochformat stellt die Höhe auf 1024 Pixel ein. Achtet darauf, dass die Häkchen "Proportional" und "Schärfen nach Resample" gesetzt sind.

Klickt auf "OK".

 

 

 

 

 

 


JPG-Filter

 

 

So, und zu guter Letzt wird die Datei noch gespeichert: "Datei - Speichern unter..."

Wählt als Bildformat "JPG" aus, und in dem Filterdialog, der rechts neben dem "Speichern unter"-Dialogfeld erscheint, setzt die Häkchen und den Schieberegler so, wie hier dargestellt.

Klickt auf "OK"

 

 

 

 

Fertig. Wenn Ihr Euch jetzt im Windows Explorer die Dateieigenschaften Eures Meisterwerks anseht, dann werdet Ihr feststellen, dass aus den 2 MB 200 kB Speicherplatz geworden sind. Und die werden von DSL-Verbindungen ruckzuck übertragen und das Bild sieht dennoch gut aus. Im nächsten Workshop geht es dann um die Frage, wie das Bild von der Festplatte ins Netz kommt.

 

 

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