Ja wo fliegen sie denn?

Das möchte man manchmal fragen, wenn es bei wenig Wind ans Landen geht. Ich habe den Eindruck, dass bei vielen Piloten trotz der Flaute, die gerade herrscht, der Gedanke, bei SEITENWIND - welcher Seitenwind? - landen zu müssen, Assoziationen erzeugt, die an die missglückte Airbus-Landung in Hamburg letztes Jahr erinnern. Sie landen dann nach einem kurzen Blick auf den schlaff herunter hängenden Windsack lieber quer zum Platz, als seine volle Länge ausnutzen zu wollen.

Dabei ist dann ein interessantes Phänomen zu beobachten: Weil ja nun nicht mehr 300 Meter, sondern nur noch 100 Meter Landebahn zur Verfügung stehen und kein Gegenwind das Modell bremst - DAS registriert man wenigstens noch, wird versucht, auf Biegen und Brechen am Zentimeter 0,1 der Strecke aufzusetzen. Und viele verschätzen sich dabei, soll heißen, sie setzen eben etwas zu früh auf. Apropos Biegen und Brechen: An der Platzkante verläuft ringsherum ein ungemähter Grünstreifen, der zu besten Wachstumszeiten auch mal 30 cm hoch werden kann. Wer sich mit dem Fahrwerk darin verheddert, hat den Hauptpreis gewonnnen: Eine Krachbumlandung mit Überschlag und allen Schikanen.

Leute, landet doch bitte bis Windstärke 1 längs zum Platz. Wolfgangs Bruch wäre zu vermeiden gewesen.

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